Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Unterstützern, ohne die die Realisierung der Veranstaltung nicht möglich wäre:


Ministerpräsident Stephan Weil ist Schirmherr für 'Das andere Leben' in Niedersachsen.
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1995 erschien die Autobiographie des 1928 in Kaunas/Litauen geborenen Solly Ganor „Das andere Leben – Kindheit im Holocaust“. In diesem Werk berichtet Ganor in erschütternden Worten von der Verhaftung und Ghettoisierung seiner Familie im Jahr 1941 sowie von der Verschleppung, Schikane, willkürlichen Ermordung, Selektion und Vernichtung zahlloser unschuldiger Menschen während der Zeit des NS-Terrors.
 
Das Buch von Solly Ganor will kein bloßes Geschichtsbuch sein. Es ist dazu gedacht, vor allem die junge Generation in Deutschland aufzuklären. Aufzuklären darüber, was wirklich geschehen ist – oder besser, aufzuklären darüber, dass das Unbegreifliche wirklich geschehen ist!
 
Der Schauspieler Thomas Darchinger trägt zusammen mit dem Musiker Wolfgang Lackerschmid die Botschaft seines hochbetagten Freundes heute unter die jungen Menschen.
 
Und diese Botschaft lautet: Informiert euch immer aus erster Hand über das, was geschehen ist. Denn nur dann ist eine Information glaubhaft. Und nur wenn Informationen glaubhaft sind, kann sich der Einzelne guten Gewissens eine eigene Meinung bilden. Und diese befähigt erst zur Kritikfähigkeit wie auch zur Bereitschaft, andere Meinungen zu hören und gegebenenfalls zu tolerieren.
 
Solly Ganor und Darchinger/Lackerschmid schlagen eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. Sie wollen nichts weniger, als für die Werte einer offenen, pluralen und toleranten Gesellschaft eintreten. Sie werben unter jungen Menschen für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte. Denn nur so bleibt das Unbegreifliche in Zukunft auch ungeschehen!
 
Ich habe gerne die Schirmherrschaft über die Bildungsinitiative „Das andere Leben“ übernommen und wünsche mir, dass noch viele Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen über das Leben Solly Ganors erfahren und sich einsetzen für eine humane Welt in Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit.

Hannover, im April 2014
Stephan Weil
Ministerpräsident des Landes Niedersachsen
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Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist Schirmherrin für "Das andere Leben" im Bundesland Rheinland-Pfalz
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MaluDreyerDas Andere Leben in Rheinland-Pfalz



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Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist Schirmherr für "Das andere Leben" im Bundesland Baden-Württemberg
0773d45723


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Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke ist Schirmherr für "Das andere Leben" im Bundesland Brandenburg
Dr. Dietmar Woidke

die Erlebnisse eines Gleichaltrigen zu hören ist sicher berührender, als ein Bericht oder eine Dokumentation über Vergangenes. Wie hätte ich mich in der Situation verhalten? Gab es Möglichkeiten, den Ereignissen auszuweichen? Wie geht man mit Ohnmacht um, wenn einem Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit widerfahren? Diese oder ähnliche Fragen werden die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler beschäftigen, die „Das andere Leben“ besuchen. Wer dem Programm nachspürt, kann Gefahren eher erkennen, aktuelles Geschehen aufmerksamer einordnen und entsprechend handeln – so z. B. bei der Glaubwürdigkeit von Informationen in Abgrenzung zu Fake News.
Das Wissen um die Wirkung hilft, die Demokratie zu schützen. Daher übernehme ich gern die Schirmherrschaft für die Veranstaltungen der Demokratie-Kampagne in Brandenburg.
Ich wünsche den Jugendlichen erkenntnisreiche Einblicke, Zivilcourage und gewissenhaftes Handeln für eine offene und vielfältige Gesellschaft.
Dr. Dietmar Woidke
Ministerpräsident des Landes Brandenburg




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Gefördert u.a. durch:


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Landesregierung fördert Demokratiekampagne „Das andere Leben“ +++ Neue Schultermine in Niedersachsen stehen fest +++ Heiligenstadt: „Kampagne ist wichtiger Baustein der Extremismusprävention und Demokratieerziehung“
Die Demokratiekampagne „Das andere Leben - eine Kindheit im Holocaust" bietet in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium weitere Schulveranstaltungen in Niedersachsen an. Noch im Januar finden fünf Veranstaltungen an niedersächsischen Schulen statt.
Im Rahmen einer Lesung erzählt der renommierte deutsche Schauspieler, Synchronsprecher und Grimme-Preisträger Thomas Darchinger - musikalisch verdichtet durch den Jazzmusiker und Vibraphon-Virtuosen Wolfgang Lackerschmid - die Geschichte des damals 13-jährigen litauischen Jungen Solly Ganor zur Zeit des Nationalsozialismus. Dieser erlebt Verfolgung, Deportation, Internierung in einem Außenlager des Konzentrationslagers Dachau und schließlich die Befreiung durch die Alliierten.
„Die beiden renommierten Künstler Thomas Darchinger und Wolfgang Lackerschmid machen die Geschichte von Solly für die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erlebbar. Die Lesungen hinterlassen bei den Jugendlichen einen tiefen und nachhaltigen Eindruck. Das ist lebendiger Geschichtsunterricht und ich bin beiden Künstlern für dieses Engagement sehr dankbar. Die Demokratiekampagne ist ein wichtiger Baustein der Extremismusprävention und Demokratieerziehung der Landesregierung", betont die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt.
Die Lesungen, an denen in verschiedenen Regionen Niedersachsens bereits rund 30.000 Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe teilgenommen haben, werden durch eine Einführung und eine abschließende Aufbereitung eingerahmt und auch im Fachunterricht vor- und nachbereitet.
Die Musik ist genau auf das vorgetragene Geschehen abgestimmt und verleiht der Schilderung der Schrecken des Holocaust aus der Perspektive eines Heranwachsenden eine besondere Intensität.

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sächsisches Staatsministerium für Kultus und Schirmherrschaft durch Kultus-Staatsminister Frank Haubitz.
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Landeszentrale für politische Bildung im Saarland.

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  • Staatssekretär Freller zu "DAS ANDERE LEBEN" an die SchülerInnen:
    "Liebe Schülerinnen und Schüler, bereits in den letzten Wochen habt ihr euch intensiv mit dem Thema beschäftigt, das heute im Mittelpunkt der Lesung „Das andere Leben“ von Solly Ganor steht. Die Themen „Nationalsozialismus“ bzw. „Holocaust“ sind keine historischen Unterrichtsthemen wie alle anderen - etwa wie „Der Wiener Kongress“ oder wie „Bismarck“. Die Ereignisse sind uns allen immer noch sehr nahe: Vielleicht haben eure eigenen Großeltern diese Zeit noch miterlebt. Überlebende der Naziherrschaft leben noch unter uns - und ihnen sind die damals erlittenen Schrecken heute noch gegenwärtig.
    Aber auch für die gesamte deutsche Bevölkerung sind die Gräueltaten der Nazis und das Leiden ihrer Opfer keine Routine - schon allein deshalb nicht, weil sie für alle Zeiten mit dem deutschen Namen verbunden sein werden - und weil die wachsende Zahl von Neonazis in unserem Land uns allen stets bewusst macht: Rechtsradikalismus ist kein vergangenes, kein historisches Phänomen - sondern ein dringliches Problem der Gegenwart. Aber wie soll man als junger Mensch von 15, 16 Jahren darauf reagieren? Viele von euch interessieren sich vielleicht aus den gerade genannten Gründen besonders für diesen Abschnitt des Geschichtsunterrichts - weil sie hier „endlich“ systematisch Genaueres erfahren über Themen, die ohnehin ständig in der Luft liegen. Andere denken vielleicht leichtfertig: „In jedem Fach die Nazis - ich kann es nicht mehr hören“. Und wieder andere fragen sich: „Was habe ich damit zu tun? Ich bin 15 Jahre alt und ganz gewiss nicht an den Nazi-Gräueln schuld.“ Wie auch immer ihr dazu steht - ich denke: Die Autobiographie von Solly Ganor hat jedem von euch euch etwas zu sagen.
    Ihr kennt die schrecklichen Fakten der Zeitgeschichte aus dem Unterricht bzw. aus Büchern - aber in diesem Buch begegnet ihr ihnen „auf Augenhöhe“, ihr seht sie aus der Perspektive eines Gleichaltrigen.
    Plötzlich wird aus historischen Fakten eine persönliche Lebens- und Leidensgeschichte, wird aus dem abstrakten Wort „Opfer“ ein Mensch, der damals so jung war wie ihr heute seid - und der in vielerlei Hinsicht heutigen Jugendlichen ähnelt. Ich glaube deshalb, dass niemand dieses Buch liest und es gelangweilt beiseite legt mit dem Kommentar: „Das interessiert mich nicht, das hat mit mir nichts zu tun.“ Aber Solly Ganors Buch gibt uns auch einen Hinweis darauf, wie wir Heutigen mit unseren ganz normalen Biographien uns einer solchen Geschichte bzw. der Geschichte Deutschlands stellen können: Wir sehen einen Menschen, der in die Zukunft und in ein neues Leben blickt, der sich nicht unterkriegen lässt und zwar trotz oder besser wegen des erfahrenen unermesslichen Leides. Und der sich aus dieser positiven Haltung heraus, die das Leben und die Zukunft bejaht, erinnert... Selbstverständlich habt ihr als Jugendliche keine persönliche Schuld an den Gräueln der Nazis. Aber darum geht es auch nicht: Es geht zum einen darum, sich der Vergangenheit zu stellen - ohne Verharmlosung und innere Ausflüchte - und zum anderen - vielleicht aus dem Wissen heraus, wie leicht eine zivilisierte Gesellschaft in die Barbarei abgleiten konnte - alles dafür zu tun, dass sich solches nie mehr wiederholt. Dazu ist es notwendig, zu allererst einmal das eigene Bewusstsein zu schärfen. Denn die Wirklichkeit ist ja keine simple Schwarz-Weiß-Zeichnung, und die „Schurken“ tun einem ja auch nicht den Gefallen, sich selbst als „Schurken“ zu bezeichnen, damit man sie erkennen kann. Rechtsradikale „Glatzen“ abzulehnen und ihre rassistischen und antisemitischen Hetzparolen weit von sich zu weisen, ist relativ leicht.
    Wo ist die Grenze zwischen der berechtigten Liebe zum eigenen Land und einem Chauvinismus, der Menschen anderer Länder abwer- tet? Auch in diesen Grauzonen sich instinktiv richtig für Menschlichkeit, für Demokratie und Toleranz zu entscheiden, ist für jeden Men- schen - insbesondere für junge Menschen - nicht immer einfach. Um so mehr braucht es die Hilfe durch Erwachsene, durch Eltern und Lehrkräfte. Wir Erwachsenen sind deshalb aufgerufen, dem Ringen junger Menschen um ihre eigene Entfaltung Raum und Anregungen, aber auch Grenzen zu geben. Denn starke Persönlichkeiten sind resistenter gegenüber der Verführungskraft simpler Menschenbilder und Lösungsvorschläge angesichts unserer komplexen Gesellschaft, und sie müssen andere nicht unterdrücken und niedermachen, um sich selbst besser zu fühlen. Wir setzen darauf, dass politischem Radikalismus bei Jugendlichen am ehesten mit Prävention zu begegnen ist und dass Prävention am ehesten dadurch gelingt, dass man den Gegner kennt und durchschaut - und nicht, dass man ihn ignoriert oder vermeidet. Liebe Schülerinnen und Schüler, ich wünsche mir, dass ihr aus einem klaren Wertebewusstsein, aus Erkenntnis und Selbsterkenntnis heraus den Brückenschlag schafft zwischen der Vergangenheit, für die ihr nichts könnt, und der Gegenwart und Zukunft, die ihr mitgestalten könnt - und zwar in eurem eigenen Alltag: Indem ihr niemanden zum Opfer macht, indem ihr nicht wegschaut, wenn andere jemanden zum Opfer machen. Viele Menschen hoffen in Problemsituationen häufig, dass irgendwer anderes helfen wird - jemand, der kompetenter ist - oder stärker - jemand, der die Erste-Hilfe-Regeln noch nicht vergessen hat. Oder noch schlimmer: Sie stehen dabei und schauen zu. Glücklicherweise gab es im Nationalsozialismus und gibt es auch heute Gegenbeispiele jeden Alters - Menschen mit einer Extraportion Zivilcourage. Mut und Zivilcourage braucht es auch schon bei den kleinen Anlässen: - Wenn ihr den Außenseiter der Klasse vor den Meinungsführern in Schutz nehmt, wenn ihr einem, der Gemeinheiten auf die Tafel schmiert, sagt: „Lass das!“, wenn ihr nicht mithelft, einen Lehrer „fertig zu machen“. Mut und Zivilcourage sind riskant! Ihr riskiert merkwürdige Blicke oder eine dumme Bemerkung. Ihr riskiert, dass man euch fragt, was das euch angeht, oder dass man euch für langweilig und angepasst hält. Aber wie gesagt: Ich habe nicht behauptet, dass Mut und Zivilcourage ohne Risiken sind! Ich behaupte nur, dass sie hohe Werte sind und ohne sie ein Gemeinwesen nicht funktionieren kann! Lasst mich euch abschließend einen beeindruckenden Spruch (von Erich Fried) mit auf den Weg geben: "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: „Wo kämen wir hin!“ Und niemand ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." Liebe Schülerinnen und Schüler, ich würde mich freuen, wenn bei euch die intensive Beschäftigung mit der Autobiographie von Solly Ganor „Das andere Leben“ über das Einfühlen zum Verstehen führt - und damit zum verantwortlichen Handeln

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Deutsche Botschaft in Litauen

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Für Veranstaltungen von DAS ANDERE LEBEN in und um München:
"Castringius Stiftung"
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Pate von DAS ANDERE LEBEN ist Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.


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gefördert durch:

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empfohlen von der "Friedrich-Ebert-Stiftung"

FES




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